Anal-Bleaching, modellierter Venushügel, Hodenstraffungen - Immer mehr Medien entdecken das Geschäft mit der Schönheit. Würdevoller wird das Leben dadurch allerdings nicht.

Was Frauen und Männer wollen: All dies weiß das neue "Better Aging"-Magazin Gala beautify. Die Zeitschrift, 164 Seiten, 7,90 Euro, ist nun erstmals in einer Auflage von 80 000 Exemplaren erschienen. Sie wendet sich an eine zunehmende Leserschaft, "die sich für ästhetische Behandlungen und plastische Chirurgie interessiert".

Es gibt immer mehr Menschen, so das Kalkül beim für Gala beautify zuständigen Verlag Gruner + Jahr, die sich für einen "modellierten Venushügel", "geglättete Dammnarben", eine "Vaginalstraffung" (9000 bis 9500 Euro) oder auch eine "Hodenstraffung" (3000 bis 4000 Euro) begeistern. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge können sich bereits "mehr als 40 Prozent der Befragten einen ästhetischen Eingriff generell vorstellen". Ohrenanlegen und Botox waren gestern, heute geht es darum: "keine falsche Scham". Das passt natürlich auch unterhalb der Gürtellinie zur Selbstoptimierungs-Ära, die nicht neu ist. Neu ist aber, und der Neuling unter den Gazetten ist ein weiteres Indiz dafür, dass Penisverlängerungen und Brustvergrößerungen nicht mehr als exotisch wahrgenommen werden. In den Worten der Zeitschrift Elle: "Auch das Anal-Bleaching boomt." Beziehungsweise, so ist es auf dem Online-Portal Stylebook zu lesen: "Dem Partner besser gefallen, sich selbst ästhetischer und attraktiver fühlen - mehr und mehr Menschen lassen sich dafür den Anus bleichen." So ist das also.


Der "Traumbusen" wird im Bereich "Economic" schon für 2599 Euro angeboten. "Premium" kostet knapp 3000 Euro. "Schönheit soll bezahlbar sein", heißt es beim Deutschen Ärzte-Service, DÄS. Nie zuvor war es so leicht, so günstig und so normal: dieses seltsame Ding mit der Schönheit. "Schöner Busen für jede Frau erschwinglich" - so ist die aktuelle DÄS-Anzeige in der Bild-Zeitung überschrieben. Das Geschäft mit der Ästhetik brummt. Die Preiskonkurrenz - manche Dumpingpreise kann man viertel- oder achtelseriös nennen - war also nur eine Frage der Zeit.

Quelle: www.sueddeutsche.de

 

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