Spa Portraits



Inmitten der Natur, im Herzen Schleswig-Holsteins, liegt der Hof Wunderberg, erbaut 1850. Familie Stegert kaufte das Bauernhaus 1995 und restaurierte es über viele Jahre liebevoll zusammen mit den drei Kindern. Das Dach wurde wieder mit Reet gedeckt, die Wirtschaftsgebäude in eine Wellness-Oase umgewandelt. Früher „Kuschelfarm“ genannt, ist aus dem Hof Wunderberg nun eine Tagesschönheitsfarm geworden.

Saunen, Betten oder sonstige Beherbergung sucht der Gast hier vergebens, denn hier dreht sich alles um die Anwendungen. Die Lage ist idyllisch, in der gesamten Umgebung herrscht kein Stadtlärm, nur Natur, Wiesen, ein Teich – und eben die Tagesschönheitsfarm. Die Lage ist durchaus verkehrsgünstig, ca. 15 km von der A7, eine gute Stunde von Hamburg, eine halbe Stunde von Kiel entfernt. Die Kunden des Hof Wunderberg kommen daher überwiegend aus Hamburg und Kiel, um das Handwerk und die Pflege zu genießen. Zusätzlich nutzen die Menschen aus dem näheren Umkreis den Hof Wunderberg eher als „normales Kosmetikinstitut“ mit außergewöhnlichem Ambiente und besonderer Professionalität der Mitarbeiterinnen.


Getragen von einer Vision

Gastgeberin Kerstin Stegert startete nach dem Abitur zunächst als Bankerin in ihr Berufsleben und arbeitete zehn Jahre lang in einer Großbank. Neben der Kundenberatungstätigkeit übernahm sie dort die Lehrlingsausbildung von Bankkaufleuten. Nach ihrer Familienauszeit kam für sie jedoch eine Rückkehr in den alten Beruf nicht mehr infrage, zumal sie mit ihrer Familie in dieser Zeit aufs Land gezogen, den Hof gekauft und mit der Restaurierung begonnen hatte. Da sie jedoch auch nicht zu Hause bleiben wollte, erlernte sie zunächst den Beruf der Farb- und Stilberaterin und schloss gleich noch eine Ausbildung zur Kosmetikerin an. Es folgten Weiterbildungen in den Bereichen Visagismus, Umgangsformen, Imageberatung und Business-Consulting. 1999 stieg sie zur Regionalleitung für Typberaterinnen im norddeutschen Raum auf, ein Jahr später bildete sie für zwei Jahre Typberaterinnen aus. Die Wellnessoase auf dem Hof Wunderberg war jedoch ihre Vision, die sie in kleinen, aber konsequenten Schritten vorantrieb: Diese Vision war, für Menschen einen Ort zu schaffen, gestaltet mit viel Liebe und Kreativität, an dem man ihnen mit großer Aufmerksamkeit in freundlicher Atmosphäre begegnet und an dem sich jeder rundherum wohlfühlen kann.

 

Schritt für Schritt Richtung Ziel

In einem ersten Schritt, eröffnete Kerstin Stegert ab dem Jahr 2000 dann ihr erstes Kosmetikinstitut, damals noch zusammen mit einer Fußpflegerin. Neben dem normalen Institutsangebot gehörten schon damals Halbtagesangebote zu ihrem Portfolio. Eine erste Erweiterung erfolgte dann 2005. Im Zuge dieser Baumaßnahmen richtete sie mehrere unterschiedliche neue Behandlungsräume ein, darunter einen Fußpflegeraum, einen Thalasso-Behandlungsraum, zwei Kosmetikkabinen und eine kleine Boutique. Eine angestellte Kosmetikerin ergänzte zu diesem Zeitpunkt bereits das Team.

Der vorerst letzte Bauabschnitt erfolgte dann 2010. Dabei wurde die obere Etage des Stalls zu einer tollen Lounge umgebaut, ein Massageraum eingerichtet und Sanitärräume für die Kunden eingebaut. Zugleich wurde das Team peu à peu aufgestockt. Zurzeit besteht es aus zwei Halbtagskräften, drei Ganztageskräften und einer Putzfrau. Heute erwartet die Gäste des Hof Wunderberg 400 m² Nutzfläche drinnen, mit der Kapazität für sechs Personen, die gleichzeitig das Angebot nutzen können. Zum Entspannen drinnen gehört unter anderem eine große Lounge mit Wandmalerei sowie ein Platz vorm Kamin, der besonders in der kälteren Zeit sehr beliebt ist. Zudem finden Gäste eine kleine Boutique mit Schmuck, Tüchern, Badeschuhen, Kulturtaschen und selbstverständlich Kosmetik vor.

 

Die persönliche Note

Während Gäste bei einem Thermen- oder Saunaaufenthalt ihren Eintritt bezahlen und alle gebotenen Leistungen nutzen können, dabei jedoch meist – außer vielleicht bei einem Saunaaufguss – keine individuellen Dienstleistungen erhalten, ist eine Tagesschönheitsfarm da das Gegenteil. Der Wellnesstag besteht aus Anwendungen und Ruhephasen, die rein zur Entspannung oder auch gesellig verbracht werden, Wellnessattraktionen spielen hingegen keine Rolle, Bäder mit Chlor oder auch Saunen würden eher kontraproduktiv zur Gesichts- und Körperpflege sein, daher werden diese nicht angeboten. Stattdessen umfasst das Angebot des Hof Wunderberg Tagesprogramme, Halbtagesprogramme und einzeln buchbare Anwendungen. Die Tages- und Halbtagesprogramme sind so aufgebaut, dass sich Anwendungen und Ruhezeiten immer abwechseln und etwa gleich lang sind. Daher werden für eine Kapazität von sechs Gästen im Normalfall drei Mitarbeiterinnen benötigt. Ein Schichtplan stellt sicher, dass immer die notwendige Anzahl an Mitarbeitern zur Verfügung steht. Ein Ganztagesprogramm dauert rund sieben Stunden. Es beginnt mit einem Begrüßungscocktail, gefolgt von einem Informationsgespräch und 5 bis 6 Anwendungen, von denen eine ein Bad oder eine Hydrojetmassage – also mit reduziertem Personaleinsatz ist.

 

Anwendungsbeispiele für Tagesprogramm

Spa Suprème

  • Begrüßungscocktail

  • individuelles Informationsgespräch

  • Ganzkörperpeeling

  • Lagunentraum in der Brandungswanne

  • Pediküre mit Lack

  • Hot-Stone-Ganzkörpermassage

  • Elixier-Erlebnis-Kosmetikbehandlung

 

Wunderberger Wohlfühltag in aller Idylle

  • Kleopatra-Bad mit Sekt oder Cocktail

  • La mer Körperpackung

  • Wasserbett-Massage auf dem Hydro-Jet

  • Schönheitskosmetik incl. Wimpernfärben

  • Körpermassage mit Duftöl nach Wunsch

  • Glanzvolles Abschluss-Make-up

  • Leihbademantel und Beköstigung

 

Bademantel-Tag zu zweit

Gemeinsame Stunden mit Pflege und Klönen verbringen

  • Willkommensgruß, Cocktail und Vénusté Fußbad unterm Sternenhimmel 

  • Rücken- und Beinmassage mit Körperbutter

  • Verwöhnkosmetik mit luxuriösen Wirkstoffkonzentraten

  • Vénusté Handpeeling, Handmassage und -packung

  • Auf Wunsch Make up

  • Leihbademantel, Getränke

 

Süße Sinne – Zeit für mich

  • Aromaöl-Massagebad

  • Relaxtime mit Fruchtcocktail unterm Sternenhimmel

  • Verwöhnkosmetik für eine strahlende Haut

  • Hot-Chocolate Ganzkörpermassage

Für die Spa-Gäste, die für einen oder einen halben Tag meist aus Hamburg oder Kiel anreisen, ist der Aufenthalt im Hof Wunderberg wie ein Urlaubstag. Nicht Lärm, Hektik und Stress bestimmen den Tag, sondern Ruhe, Entspannung und „Pampering“. Ca. 40 % der Kunden sind Stammkunden, das heißt, sie kommen alle 1 bis 2 Monate. Ein hoher Anteil der Gäste kommt auch aufgrund von Gutscheinen, die entweder von Kunden an deren Bekannte verschenkt werden oder aber übers Internet oder die analogen Werbemaßnahmen ihre Kunden finden.

 

Sich aus der Wirklichkeit weg wünschen“
Online ist vor allem die Internetseite www.hof-wunderberg.de präsent. Google listet sie bei der Suche nach „Tagesschönheitsfarm Hamburg“ und „Tagesschönheitsfarm Kiel“ unter den ersten Treffern. Soziale Medien spielen für die Kundengewinnung keine Rolle. Analog hat Kerstin Stegert nach Jahren die Zeitungs- und Radiowerbung (Lokale Radiostationen) eingestellt, am effektivsten seien Anzeigen auch den Umschlagmappen von Lesezirkeln, sie werden intensiv gelesen. Vielleicht beruht ein Teil der guten Effektivität darauf, dass die Leserinnen und Leser die Anzeige vom Hof Wunderberg an einem Ort und zu einer Zeit lesen, wo sie sich aus der Wirklichkeit weg wünschen: Zahnarzt, sonstige Praxis, eben in die Friedlichkeit und in die Idylle der Anzeige. Beibehalten wurden Hochglanzanzeigen in Kombination mit einem redaktionellen Bericht in einer Veranstaltungszeitung und einem Stadtmagazin. Events auf einem Golfplatz sowie Außenwerbung auf Litfasssäulen haben sich nicht bewährt. Besondere Aufmerksamkeit schenkt Kerstin Stegert noch der internen Werbung, um mit bestehenden Gästen zusätzlichen Umsatz zu machen oder diese zu motivieren, ihre Freunde und Bekannten zu werben.

 

Das Programm: klein, aber handverlesen

Die meisten Anwendungen basieren auf den Ideen und Produkten von JDA. Die Serien passen zu Kerstin Stegert selbst und dem Großteil ihrer Kundschaft. Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis gut und jedes Bedürfnis wird erfüllt. Für die anspruchsvolleren Kunden hat sie ein kleines Sortiment an Produkten von Maria Galland bereit, dazu noch La Mer und BDR. Kosmetisch ist die Gesichtsanwendung der Renner. Dabei arbeitet das Team hier sehr individuell und geht jedes Mal neu auf den Hautzustand der Kundinnen ein. Daher wurde das Programm auch sehr gestrafft, auf nur noch sechs verschiedene Kosmetikanwendungen, die jeweils 75 Minuten dauern. In der Regel werden im Hof Wunderberg die klassischen Anwendungen gebucht, Fruchtsäureanwendungen oder andere Medical Beauty Anwendungen eher selten, Daher hat sich Kerstin Stegert auch überlegt, eine Filiale in Kiel zu eröffnen, spezialisiert auf Medical Beauty, um dort von dem Trend für Medical Beauty zu profitieren.

Insgesamt arbeiten sieben Kosmetikerinnen im Haus Wunderberg. Wichtig für ein gutes Arbeitsverhältnis von angestellten Kosmetikerinnen ist selbstverständlich, dass sich die Angestellten menschlich wie auch finanziell wertgeschätzt fühlen. Die Grundlage bildet die Überzeugung, dass eine angestellte Kosmetikerin nicht nur dazu da ist, mehr Anwendungen zu schaffen, sondern dass sie Teil eines Teams wird. Dazu gibt es regelmäßige Teammeetings, auf denen aktuelle Abläufe, aber auch mögliche Schulungen etc. besprochen werden. Kerstin Stegert selbst arbeitet auch als Springer, führt die nicht so gut planbaren Aufgaben aus und wird dort tätig, wo Not am Mann ist. Sie kann alle Anwendungen selbst durchführen und führt auch alle Anwendungen selbst ein.

Zusätzlich zu den Anwendungen wickelt sie die ganze Verwaltung ab, die nach Einschätzung von Kerstin Steger immer aufwendiger wird. Gerade die oft gelobten neuen bzw. sozialen Medien sind zusätzliche Plattformen, die einfach bedient werden müssen, ohne, dass auf bewährte Kommunikationsformen verzichtet werden kann oder dass ein zusätzlicher Nutzen entsteht. Kirsten Stegert reist selbst gerne, genießt auch Wellnessreisen, und weiß daher, was international angeboten wird und bei den Gästen ankommt.

 

Qelle: Spa & Beauty Buyers & Suppliers Guide 2018

 


Tief im Süden der Insel Sylt, eingebettet zwischen Dünen, Himmel und Meer liegt das Budersand Golf & Spa, das sich in allen Details an diesen besonderen Ort anlehnt: Architektur und Design sind abgestimmt auf Farben, Licht und Gestalt der Umgebung, der Spa-Bereich schöpft Aromen und Inspirationen aus der Natur.

Gebaut wurde das Fünf-Sterne Superior-Hotel Budersand 2008 am südlichen Inselende in Hörnum. Lange Zeit wurde die Gegend militärisch genutzt. Ein Fliegerhorst entstand in den 1930er-Jahren, und auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Gebiet Militärgelände. 1992 wurden die Pidder-Lüng-Kasernen schließlich geschlossen. Die Flächen sollten renaturiert und neu genutzt werden.


Raum für neue Visionen geschaffen

Claudia Ebert erwarb das Gelände und ließ 2005 das gesamte Militärareal abreißen: „Je länger ich hinsah, umso mehr verschwanden die Kasernen. Stattdessen entstand vor meinen Augen die Zukunft dieses unglaublichen Flecks Erde“, beschreibt sie ihre erste Beziehung mit dem Hotel- und Golfprojekt. In ihrer Vorstellung sollte sich das Hotel perfekt in die Landschaft einfügen und gleichzeitig Kontraste setzen – mit Dünen und der Nordsee als Kulisse. 2008 wurde der Golfplatz eröffnet und gleich mit vielen Auszeichnungen bedacht. 2009 folgte die Eröffnung des Hotels. Fester Bestandteil des Budersand war von Beginn an Direktor Rolf E. Brönnimann. Der Schweizer Hotelspezialist hatte bereits die Bauplanung und Eröffnung des Projekts 2009 betreut. Vorübergehend widmete er sich wieder seiner Firma Swiss Hospitality Group, kehrte dann aber 2012 zum Budersand zurück.


Licht und Landschaft überall

Direkt am Meer erbaut, gliedert sich das Budersand in vier über Brücken verbundene Häuser mit insgesamt 77 Zimmern und Suiten. Vier große Lichthöfe schaffen eine Verbindung zum Foyer, zum Restaurant und zum Spa-Bereich. Die renaturierte Dünenlandschaft umgibt den Hotelkomplex nicht nur, sie setzt sich auch auf den Dachflächen fort. Inseltypische Pflanzen wie Grasnelke, Strandhafer oder Krähenbeere umgeben die als Holzdecks angelegten Terrassen und Balkone des Großteils aller Zimmer. Angelehnt an das Farbenspiel der Dünen sind auch die blendend weißen Fassaden mit silbern schimmernden Holzflächen aus kanadischem Zedernholz und dunkleren Furnieren abgesetzt. Glasflächen verwischen Grenzen zwischen Innen und Außen – sie holen Licht und Landschaft in alle Bereiche des Hotels. Auf der seezugewandten Seite ist das Meer stets zum Greifen nah. Der Blick über den seitlich gelegenen Hafen mit seinen Schiffen, Stegen und seiner entspannten Betriebsamkeit unterstreicht die Atmosphäre.


Grünes Denken“

Nachhaltigkeit wird im Budersand seit der Eröffnung gelebt und zieht sich durch sämtliche Bereiche des Hauses. So bezieht das Resort Wärme und Strom über das hoteleigene Blockheizkraftwerk, der Einsatz von Bewegungsmeldern und LED-Lampen hält den Energieverbrauch niedrig. Grünes Denken gehört zur Philosophie des Hauses und wird durch Kooperationspartner wie dem Fahrradhersteller Riese & Müller unterstrichen. Elektroautos gehören selbstverständlich zum Fuhrpark des Hotels. Ein weiteres Highlight ist der Budersand Green Room – ein Zimmer, in dem von der Bettwäsche über die Minibar bis hin zu den Utensilien im Bad ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet wird. Sämtliche Textilien, wie Bettwäsche und Frotteehandtücher, sind aus Biobaumwolle und somit vor allem für Allergiker sowie Menschen mit sensibler Haut eine Wohltat.

Heimische Produkte ausgewählter Erzeuger aus Norddeutschland und Skandinavien bilden das Herzstück der Küche des Restaurant KAI3. Felix Gabel kombiniert diese immer wieder zu neuen Überraschungen. Ein zweites Restaurant ist das Strönholt, gelegen oberhalb des Golfplatzes und erbaut auf den Grundrissen der einstigen Fernmeldestation. Hier bringt Küchenchef Quirin Brundobler authentische Sylter Küche auf den Tisch, mit besten Produkten aus der Region, viel fangfrischem Fisch und Krustentieren.

 


Frische Luft – bei jedem Wetter

Die Spa-Philosophie führt die Linie des gesamten Hotels konsequent fort. Und zwar nicht nur architektonisch, sondern auch im täglichen Erleben. So umfasst „Spa“ hier an der Nordsee auf jeden Fall auch tägliche Spaziergänge an der frischen Luft, den Wind und gegebenenfalls auch den Regen auf der Haut zu spüren. Die Gäste zieht es bei jedem Wetter nach draußen. „Stubenhocker“, die die Zeit zwischen Frühstück und Abendessen im Spa verbringen, kennt man da eigentlich nicht. Im Zentrum des 1.000 Quadratmeter großen Spa steht der Indoor-Pool, umgeben von Saunen, Dampfbad und Erlebnisduschen. Die meisten der acht Anwendungsräume und der große Ruheraum mit Terrasse bieten atemberaubende Aussichten aufs Meer.

Zehn Therapeuten – davon sieben Physiotherapeuten, zwei Kosmetikerinnen und eine Allrounderin – sowie eine Rezeptionistin kümmern sich um das Wohl der Gäste. Neben einer Spa Suite, in der auch die Paar-Anwendungen durchgeführt werden, gibt es einen Raum für Soft Pack, ein privates Dampfbad, einen Raum mit einer Paar-Wanne, zwei Räume für Kosmetikanwendungen und drei Räume für Massagen. Sehr erfreulich ist, dass überdurchschnittlich häufig Signature Treatments gebucht werden. Sie tragen Namen, wie „Mehr vom Meer“, „Inselwelt“ oder „Weiter Blick“. Bei „Sylter Feeling“ werden Meerwasser, Sand und Muscheln in verschiedenen Größen für Peeling und Massage genutzt. Eine Besonderheit ist das „Friedliche Schwebeerlebnis“, ein Soft Pack mit Nordseeschlick.


Die optimale Tagesgestaltung

Die Abteilung Guest Relation kontaktet etwa zwei Wochen vor dem anstehenden Besuch die Gäste und bietet an, Spa-Termine, externe Unternehmungen oder auch Plätze im Restaurant zu buchen oder zu reservieren. Eine große Herausforderung für das Spa Team ist dabei, die Termine möglichst gleichmäßig über den Tag zu verteilen, denn die Gäste möchten ja auch Unternehmungen außerhalb des Hauses durchführen. Daher hat es sich bewährt, dass die Spa Rezeption als „Privat Assistant“ Vorschläge für einen kompletten Tagesablauf unterbreitet. Um Raum für spontane Entscheidungen zu lassen, wird versucht, immer auch noch einige Termine für Kurzentschlossene freizuhalten. Da die meisten Gäste fast täglich das Schwimmbad oder die Sauna nutzen – und dabei an der Spa-Rezeption vorbeikommen – entsteht oft auch kurzfristiger Bedarf an Anwendungen.


Vielfältige Spa-Angebote

Außerhalb der Stoßzeiten, zum Beispiel über die Weihnachtstage, können auch externe Gäste das Spa im Budersand besuchen. Die externen Gäste machen bei den Anwendungen einen Anteil von 30 % aus. Der ganze Tag Day Spa kostet 69 Euro, werden auch Anwendungen gebucht, reduziert sich der Preis auf 55 Euro.

Spa Arrangements mit drei oder sieben Übernachtungen stehen stets unter einem übergeordneten Thema. Als Kurzarrangements werden „Sylt & Me“ als reines 3-Tages-Wellnessprogramm und „Abschlag mit Meerblick“ als Auszeit für Wellness und Golf geboten. 7-Tage-Arrangements gibt es als „Yoga Woche“, als Detox-Programm „Fühl Dich leicht“ oder als Woche mit Akupunktur und Yoga. Organisiert wird das Spa von Andrea Wendler. Die gelernte Kosmetikerin arbeitete nach der Ausbildung zuerst sieben Jahre in einem Kosmetikinstitut, bevor es sie in die Spas zog. Dann war sie zuerst im Bachmair am Tegernsee, absolvierte während dieser Zeit bei der IHK München in der Abendschule den Handelsfachwirt, und ging dann als Spa Managerin für fünf Jahre ins Tammheimer Tal, dann ins Schloss Lerbach und von dort nach Sylt.


Fokus auf Kultur

Neben Spa – und selbstverständlich Golf – ist Kultur einer der großen Treiber im Budersand. Mehr als 200 Kunstwerke schmücken das Haus. Darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Drucke von insgesamt 40 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Von der Lobby über das Restaurant und die Gänge bis zu jedem einzelnen Zimmer hängen die international angesehenen Werke. In der Bibliothek gibt es für jeden Geschmack das richtige Buch. Ausgesucht von Elke Heidenreich gibt es Romane, Erzählungen, Krimis, Sachbücher, Bildbände, Kinderbücher und natürlich Bücher über die Insel Sylt. Für diejenigen, die es nicht schaffen, ein Buch während des Aufenthalts zu lesen, werden die Bücher bestellt und nach Hause geliefert. Literatur lässt sich im Budersand auch live erleben. Literarisch ist auf Sylt das lange Literaturwochenende im November der absolute Höhepunkt. Ausgehend von einer Wochenendveranstaltung im Budersand gibt es jetzt während des Langen Literaturwochenendes in den Privathotels Sylt, also neben dem Budersand im Benen-Diken-Hof, Fährhaus Sylt, Hotel Runghold und im Landhaus Stricker täglich Lesungen. 2017 waren als Autoren unter anderem Richard David Precht, Giovanni di Lorenzo, Benjamin Lebert und Sebastian Fitzek geladen. Die Lesungen finden in kleiner Runde in den Hotels statt. Moderiert wird das Literaturwochenende von Dr. Sonja Valentin und Elke Heidenreich.


Sylt: geliebt – aber abgeschieden

Die Gäste des Budersand kommen – wie in ganz Sylt – überwiegend aus Deutschland. Es sind vor allem Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige, meist sind sie 45 Jahre aufwärts. Die Auslastung des Hotels beträgt etwa 65 %. Die Reisemotivation ist vor allem die Suche nach einer kurzen Auszeit, nach Spaziergängen am Meer und in den Dünen. 80 % der Gäste buchen ihren Aufenthalt direkt im Hotel, 20% über www.booking.com. Laut Rolf E. Brönnimann sei es heute wichtig auf einer der großen Buchungsplattformen vertreten zu sein, den das erhöhe die Sichtbarkeit im Internet deutlich. Aufgrund der zahlreichen Querverweise sei aber auch wiederum eine Buchungsplattform ausreichend, denn gesterigert werden soll ja die Sichtbarkeit, nicht die Zahl der Buchungen über die Plattformen, die ja eine doch erhebliche Provision verlangen. Eine Herausforderung bleibt für alle Sylt-Besucher jedoch die Anreise, denn selbst Hamburg als nächster Ballungsraum ist bereits drei Stunden entfernt.

Die abgeschiedene Lage Sylts verstärkt auch das Problem, geeignetes Personal zu finden und zu halten. Einerseits ist Sylt wohl einer der schönsten Plätze, um zu arbeiten, doch ist es gerade für junge Familien auch gewöhnungsbedürftig und so zieht es viele Mitarbeiter nach einer Zeit, die sie dort genießen, auch wieder von der Insel weg. Um dem entgegenzuwirken, haben sich die Privathotels auch in der Mitarbeiterentwicklung zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Sie kooperieren in Trainings und Schulungen. Den Schwerpunkt bilden jetzt Schulungen in den jeweiligen Bereichen durch die Abteilungsleiter.


Quelle: Spa & Beauty Buyers & Suppliers Guide 2018

 


Das moderne, architektonisch beeindruckende Thermen-Resort im Herzen des Ötztals punktet mit futuristisch anmutender Wasser- und Saunawelt, Spa und Fitness, einem Kinderbereich und einem gemütlichen 4-Sterne Superior Hotel. Es bricht in vielerlei Hinsicht mit Konventionen und zeichnet sich durch eine gelungene Gestaltung aus, die sich angenehm vom üblichen alpinen Ambiente absetzt.

 
Seit der Eröffnung im Jahr 2004 ist das Aqua Dome unter der Leitung von Geschäftsführerin Bärbel Frey ein wichtiger Anziehungspunkt im Ötztal und in Tirol. Das Aqua Dome gehört zur Vamed Vitality World. Die Gruppe betreibet acht der beliebtesten Thermen- und Gesundheitsresorts in Österreich: das Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld, das Spa Resort Therme Geinberg, die Therme Laa – Hotel und Spa, die St. Martins Therme & Lodge, die Therme Wien, das Gesundheits-Zentrum Bad Sauerbrunn, das Tauern Spa Zell am See-Kaprun, das La Pura Women’s Health Resort Kamptal und mit dem Aquaworld Resort Budapest eines der größten Thermenresorts Ungarns. Mehr als 3,1 Millionen Gäste besuchen die Thermen jährlich und machen Vamed zu Österreichs führendem Betreiber von Thermen- und Gesundheitsresorts.


Power aus der Region
Das Ötztal selbst steht für Kraft. Überall im Tal wird darauf Bezug genommen: die Kraft der Felsen und die Kraft des Wassers. Hier holt die moderne Architektur mit hellem Fichtenholz, Granit und riesigen Fensterflächen die imposanten Dreitausender nach drinnen – wo sich die Kraft der Gegensätze in der Gestaltung der Therme, aber auch bei den Sauna- und Spa-Anwendungen mit heimischen Kräutern, Nadelhölzern und Mineralien erspüren lässt. Im Thermendom, dem Herzstü
ck des Aqua Dome, befinden sich zwei Innenbecken mit 2.200 m² Wasserfläche und 34 bzw. 36 Grad Celsiuswarmen Ötztaler Thermalwasser, das aus rund 1.800 m Tiefe gewonnen wird. Durch das Flussbecken, das Innen- und Außentherme miteinander verbindet, gelangt man zu den drei versetzt „schwebenden“ Schalenbecken, die auch das Wahrzeichen des Aqua Domes sind. Die Sprudelschale kann man als Whirlpoolgenießen und die Schwefelschale wie die Soleschale sorgen mit einem Ausblick auf die Bergwelt für ultimative Entspannung.

Der Saunabereich erstreckt sich über 2.000 m² und verfügt über neun verschiedene Saunen, zwei
Pools, Ruheattraktionen sowie eine Saunabar. Das bei der Erweiterung im Jahr 2012 gebaute Spa 3000 ist ausschließlich den Hotelgästen vorbehalten. Auf zwei Ebenen mit insgesamt 2.000 m² finden die Gäste viel Ruhe und Entspannung. Die Saunaattraktionen im Spa 3000 haben unmittelbaren Bezug zur Region und schließen die Umgebung der Anlage in das Erlebnis ein. In der Bergfeuersauna zum Beispiel lässt sich beim Flackern des Feuers der Ausblick auf die umliegende Bergwelt genießen. Hinterher kann man in Hängestühlen wunderbar entspannen. Oder vom Mineralienbad aus die Sterne zählen – herrlich! Mit Rücksicht auf die internationalen Gäste gibt es im Spa 3000 einen textilfreien und einen Textil-Bereich. Insgesamt arbeiten in der Therme 56 Personen, 15 in den Anwendungen. Davon sind vier Kosmetikerinnen. Das Beauty Spa hat ein umfassendes Angebot aus Massagen, Signature Treatments und klassischen Kosmetikbehandlungen. Eine kleine Besonderheit in der Beauty-Branche ist „BYO Bring Your OwnCosmetics. Geschaffen für alle, die Unverträglichkeiten fürchten und nur ihren eigenen Produkten vertrauen. Die Kosmetikerin verwendet bei einer Anwendung ausschließlich die mitgebrachten, persönlichen Pflegeprodukte. Individueller gehts kaum.

In der Beauty- bzw. Massage-Abteilung sind 60 Prozent Hotelgäste und 40 Prozent Tagesgäste. Hier spielen die Gäste, die einen „Relax! Tagesurlaub“ gebucht haben eine große Rolle. Das Aqua Dome setzt bei den Signature Treatments nicht auf eine einzelne Anwendung, sondern auf regionalen Empfehlungen. Der Bezug zu regionalen Produkten wie zum Beispiel die „Ötztaler Stein Massage“, die „Mondholz Komplettbehandlung“ oder das „Ötztaler Schafwollcocooning“ ist groß. Ganz neu im Programm ist
das Spa-Ritual Morgentau – Nestl“. Es beinhaltet ein Ganzkörperpeeling mit Latsche, das die Muskulatur gut durchblutet und auf die anschließende Entspannungsmassage mit Latschenöl vorbereitet. Speziell für Paare wurde das „Alpenrelax“-Treatment geschaffen. Nach einem feinen Heublumen-Peeling folgt hier ein Bad in der Bovi-Steinwanne und eine anschließende Ganzkörpermassage mit Wacholder und Heublumenemulsion. Alle Anwendungen werden regelmäßig überarbeitet und evaluiert, sodass immer wieder neue Treatments hinzukommen. Dafür werden weniger beliebte Anwendungen aus dem Programm genommen. Doch auch hier gilt: Die Kunden scheuen Experimente und buchen schwerpunktmäßig die klassischen Massagen.

Auch im Restaurant wird Tradition modern interpretiert. Das beginnt bereits beim Frühstücksbuffet mit einer großen Auswahl an selbst gebackenem und hausgemachter Marmelade. Unter dem Motto „genial regional“ wird in der Küche besonders viel Wert auf heimische Produkte gelegt – vom Honig über den Käse bis zum Ötztaler Bier. Und selbstverständlich werden alle Ernährungsgewohnheiten sowie Allergien der Gäste berücksichtigt.


Gute saisonale Auslastung der Therme
Die auslastungsstärksten Zeiten für Therme und Hotel unterscheiden sich. Für die Therme sind es die Saisonzeiten im Ötztal, also die Ferien und die langen Wochenenden. Zu den absolute Spitzentagen gehören jene Tage während der Skisaison, an denen das Skifahren wetterbedingt nicht möglich ist. An solchen Tagen ist die Nachfrage so groß, dass Gäste schon mal abgewiesen werden müssen. Für das Hotel ist der stärkste Monat der November, da viele Betriebe im Ötztal schließen und dadurch das Zimmerangebot generell kleiner ist. Das Hotel mit seinen 200 Zimmern hat übers Jahr verteilt eine Auslastung von etwa 80 Prozent. Die Gäste kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien gefolgt von weiteren europäischen Staaten. Über das Destinationsmarketing „Ötztal“ reisen auch Gäste aus den USA oder China ins Aqua Dome. Der typische Hotelgast ist zwischen 30 und 40 Jahren, kommt als Paar und bleibt für 2,5 Tage. Nutzt in dieser Zeit intensiv die Therme, bucht ein bis zwei Treatments und genießt eines der Fitness- und Freizeitangebote. 2017 lag der Durchschnitt in der Therme bei rund 800 Gästen pro Tag. In der Regel bleiben sie etwa drei Stunden.

Der günstigste Eintrittspreis ist der auf drei Stunden beschränkte Aufenthalt oder die Abendkarte für 25,- Euro, inklusive
Sauna kostet es 40,- Euro. Neben dem normalen Thermenbesuch gibt es auch für eine begrenzte Anzahl von Gästen die Möglichkeit einen Day Spa-Tag,den Relax! Tagesurlaub“, zu verbringen. Der Preis hierfür liegt bei 84,- Euro unter der Woche und beträgt 94,- Euro am Wochenende. Darin enthalten ist eine Badetasche, ein Frühstück im Thermenrestaurant, eine reservierte Liege, ein Verpflegungsgutschein und zweimal Snack-Service direkt an die Liege. Gäste, die den „Relax! Tagesurlaub“ in der Therme verbringen, erhalten zusätzlich noch 15 Prozent Rabatt auf Anwendungen. Noch stärker limitiert ist der „Relax! Tagesurlaub de luxe". Damit dürfen die Gäste auch das Spa 3000 nutzen. Gebucht werden Thermeneintritte und Day Spa-Aufenthalte wie eine Übernachtung entweder über das Online-Buchungssystem oder telefonisch.


Kooperationen bringen zusätzliche Gäste
Für einen Betrieb in der Größenordnung
des Aqua Dome, der deutlich größer ist und eine höhere Anziehungskraft besitzt als alle anderen Betriebe vor Ort, ist es sehr wichtig, mit seinem Angebot die anderen Betriebe nicht zu erdrücken. Daher wurde von Beginn an die Partnerschaft mit anderen Betrieben gesucht. Zum einen steigt deren Attraktivität, wenn sie auch mit dem Angebot des Aqua Dome werben und sich so sehr einfach ein Wellnessangebot kreieren können. Andererseits sind diese Betriebe auch Multiplikatoren für die Therme und bringen zusätzliche Kunden. Für eine Zusammenarbeit gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist zum Beispiel die Flatrate. Die Betriebe bezahlen einen festen Betrag an die Therme und können so viele Gäste in die Therme schicken wie sie möchten.Das Standardprogramm ist für die Partnerbetriebe kostenfrei. Das Aqua Dome hat für diese Betriebe einen Partnerwebshop eingerichtet, in dem sie sich registrieren müssen. Danach können sie im Webshop die Eintrittskarten für die Therme selbst ausdrucken, sodass der Eintritt in der Wahrnehmung der Gäste eine Leistung des jeweiligen Partnerbetriebs ist. Dazu erhalten die teilnehmenden Unternehmen eine Provision, die sie entweder als Aufwandsentschädigung für sich nehmen oder als Rabatt an ihre Kunden weitergeben.

Wie für alle Hotels und Wellnessbetriebe ist das Thema Personal auch im Aqua Dome zu einem der Zukunftsthemen geworden und man tut einiges dafür. In Österreich ist es beispielsweise üblich, dass Kost und Logis für die Mitarbeiter inklusive sind. Daran hält man sich hier ebenfalls. Für die Betriebe Tauern Spa und Aqua Dome hat die Vamed-Gruppe einen Trainer für Mitarbeiterschulungen eingestellt. Vielfältige Benefits sollen den Mitarbeitern auch die Leistungen des Aua Dome und die Vorteile der Region nahebringen. So dürfen die Mitarbeiter den Fitnessclub und die Therme kostenfrei besuchen und erhalten zum Beispiel spezielle Konditionen für Skipässe sowie
andere touristische Angebote im Ötztal. Familienangehörige von Mitarbeitern haben die Möglichkeit,in Betrieben der Vamed-Gruppe vergünstigt zu übernachten. Flexible Arbeitszeitmodelle erlauben es, familiär gebundenen Mitarbeitern sich eine Stelle zu teilen. Für neue Mitarbeiter gibt es einen umfangreichen Einarbeitungsplan und einen Paten, der bei der Eingliederung des neuen Mitarbeiters in das Team hilft.


Quelle: Spa & Beauty Buyers & Suppliers Guide 2018

 

 

Das La Cheneaudière liegt in den Vogesen, eine knappe Stunde hinter Straßburg. Es ist ein familiengeführtes Haus, das sukzessive erweitert wurde. Hier ist vieles anders als anderswo und was in Deutschland eher hinter vorgehaltener Hand zugegeben wird, wird hier offen gelebt: „Die Gäste wollen vor allem entspannen und gut essen.“


Vor drei Jahren investierten die Inhaber in einen neuen Spa-Bereich – rund 2.000 m², Investitionssumme etwa 4,5 Millionen Euro. Realisiert wurde der Bau vor allem mit lokalen Handwerkern und dem Hausarchitekten. Umfangreiche persönliche Recherchen der Hoteliersfamilie in europäischen Spas gingen dem Umbau voraus. Heute unterscheidet sich das Spa in seinen Attraktionen deutlich von den Mitbewerbern im deutschsprachigen Raum. Da es in Frankreich eine weniger ausgeprägte Saunakultur gibt, auch weniger öffentliche Bäder und Thermen, erwarten französische Gäste ein anderes Angebot. Der Schwerpunkt hier liegt eher auf Wasserattraktionen und die Treatments haben einen ausgeprägten Spa-Bezug, ganz nach dem Motto: Warum sollen Gäste ein Spa aufsuchen, in dem sie eine „normale Rückenmassage“ oder eine „normale Gesichtsanwendung“ erwartet? Erlebnisse zu bieten, die es so nur im La Cheneaudière gibt, ist der Anspruch der Inhaberfamilie.

"Die Deutschen verstehen unter Wellness, nackig auf einer Holzbank sitzen und bei 90 °C schwitzen. Die Franzosen hingegen ziehen sich hübsch an und gehen ins Restaurant."

 

Regionale Elemente bestimmen das Design

Natur und Felsen sind die zentralen Designelemente im Spa, denn nirgends erholt sich der Mensch besser als in der Natur. Dem wurde Rechnung getragen, indem vorwiegend natürliche Baumaterialien zum Einsatz kamen – viel Holz, gewachsene Steine, aber auch Fell und Wasser. Die Felsen sind charakteristisch für die Region um Colroy-la-Roche. Zu den Besonderheiten im Spa gehören „lebende grüne Wände“, vertikal bepflanzte Wandelemente.


Der Spa-Bereich erstreckt sich über drei Etagen. Unten befinden sich der Empfang und der Wartebereich, in dem sich die Gäste mit den Therapeuten zu den Anwendungen treffen. Dazu ein warmer Solepool, Softpackliegen, ein Kaltwasser-Pool und als besondere Attraktion der Ruhebereich „Auenwald“, für den man Wasserbetten und Birkenstämme ins Wasser gestellt hat. Hier herrscht eine Atmosphäre der besonderen Ruhe. Im ersten Stock sind das große Thermalbecken mit der Möglichkeit nach draußen zu schwimmen, die Regenwalddusche, ein Hot Tub sowie die Spa-Bar mit Durchgang in den Freibereich, untergebracht. Durch großzügige Fensterflächen haben die Besucher einen freien Ausblick auf den Wald der anderen Talseite. In der 3. Etage des Spa-Bereichs findet man einen großer Ruheraum, die Anwendungsräume, zwei Kraxenöfen und eine Aromasauna. Über eine Hängebrücke erreichen die Gäste die Panoramasauna im Freibereich. Zum Freibereich gehören ein Naturbadeteich, Liegeflächen und eine Außensauna.

Das gesamte Spa, inklusive des Saunabereichs, ist – typisch für Frankreich – Textilbereich. Die Gäste nutzen vor allem die Wasserangebote und die Ruheräume. In den Saunen wirken sie teilweise etwas hilflos. Dem möchte Nicolas Decker zukünftig etwas entgegenwirken, indem geführte Saunaevents angeboten werden sollen.

Klassische Anwendungsräume mit Liege und ein wenig Technik gibt es im La Cheneaudière nicht. Die Anwendungen finden entweder in den Spa-Suiten „Le Forêt“, „La Prairie“, „Montagne“ oder im Flotarium statt. Der Name der jeweiligen Suite bezeichnet auch das Design. Für jeden Raum wurde eine spezielle Anwendung kreiert. Alle Suiten sind auf Paar-Treatments ausgelegt und mit je zwei Anwendungsliegen und Einzelwannen oder einer Paarwanne ausgestattet.

 

Pflege aus der Natur hergestellt für das Spa

Für das Spa wurde eine eigene Kosmetiklinie entwickelt. Sie basiert auf den fünf wichtigsten Heilpflanzen der Region: Königskerze, Spitzwegerich, Holunderbeere, Heidekraut und Heidelbeere. Die Produkte werden in einer kleinen Kosmetikmanufaktur in Saverne speziell fürs La Cheneaudière hergestellt, und zwar alle drei Monate, sodass saisonal produziert werden kann und kaum Lagerhaltung anfällt. Die Linie besteht aus sechs verschiedenen Produkten und deckt die überwiegende Mehrzahl der Anwendungen für die gesunde, reifere Haut ab. Die Kabinenprodukte werden überwiegend frisch vor jeder Spa-Behandlung zusammengemischt. Zu den Bestandteilen der Kabinenkosmetik gehören hauptsächlich Honig, Milch, Crème Fraîche, Joghurt, Quark, Haferflocken, Zucker, Salz und Kräuter – alles kommt aus der Region. Auch mit einer lokalen Kleinbrauerei kooperiert das Spa, denn Bierhefe ist bei fast allen Hautproblemen ein hervorragendes Kosmetikum.

Es werden vor allem Körperanwendungen als Entspannungsmassagen angeboten und nachgefragt. Gesichtstreatments können dann als Aufpreis hinzu gebucht werden. Die Massagen werden stets von Kosmetikerinnen durchgeführt. Der Beruf des Physiotherapeuten ist in Frankreich ganz anders aufgebaut (es wird hochwertiger ausgebildet), deswegen steht ein Physiotherapeut nicht für Massagen in Wellnessanlagen zur Verfügung. Im Spa sind insgesamt 14 Personen beschäftigt: ein Bademeister, eine Mitarbeiterin an der Rezeption sowie 12 Kosmetikerinnen.

"Das La Cheneaudière bietet vom Restaurant über den Wellnessbereich bis hin zu den Treatments außergewöhnliches – eben einfach mehr als das Restaurant, die Therme oder die Kosmetikerin um die Ecke."

In Frankreich gibt es ähnliche Probleme mit der Kosmetikausbildung wie in Deutschland. Gute Kosmetikerinnen erkennt man an ihrem beruflichen Werdegang. Sie verdienen etwa 1.500,- Euro netto. Bewährt hat sich die Mischung aus einem Stammteam, das ganzjährig im La Cheneaudière beschäftigt ist, und weiteren jungen Mitarbeitern, die noch Erfahrungen sammeln wollen und nach rund sechs Monaten weiterziehen.

Day Spa-Besucher sind willkommen

Die Besucher des Spas sind Hotel-, aber auch Day Spa-Gäste. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Haus ist mit 1,3 Nächten im Durchschnitt sehr kurz, aus diesem Grund spielen Angebote zur Frühan- oder Spätabreise eine wichtige Rolle. Der Day Spa-Besuch kostet 85,- Euro pro Person und beinhaltet die Nutzung von 10.00 bis 19.00 Uhr inklusive Mittagsbuffet, bestehend aus Suppe, vegetarischer Platte, Früchte und Salate, sowie Kuchen und Früchtebuffet ab 15.00 Uhr, dazu ein Korb mit Handtüchern. Die Gäste sind in der Regel aus Frankreich (Straßburg, Colmar, Nancy, Épinal). Man findet hier so gut wie keine Deutschen. Fast alle Hotelgäste nutzen auch das Spa. Der Stammgästeanteil des Hauses liegt bei etwa 25 Prozent. Viele kommen auch über Gutscheine ins La Cheneaudière, die man an 44 Verkaufsstellen in ganz Frankreich erwerben kann. Eine sehr wichtige Kooperation ist die mit Relais & Châteaux, denn hierfür gibt es viele Fans, die gerne verschiedene Häuser ausprobieren.

Nach dem Bau des Spas wurden die Preise allgemein angehoben. Jetzt drei Jahre später hat sich eine ausgesprochene Spa-Kundschaft entwickelt. 25 Prozent der Gäste buchen eine Spa-Anwendung.

Werbung für das Haus wird in Zeitschriften, aber auch im Radio und bei passenden Sendungen im Fernsehen gemacht. Selbstverständlich setzt man auch auf Social Media. Einen hohen Stellenwert haben die Pressearbeit sowie die Teilnahme an Awards und die damit verbundene Aufmerksamkeit. So erhielt das Le Cheneaudière zum Beispiel den Preis als bestes Spa in Europa.

Die nächste Erweiterung steht ab März 2017 an. Das Restaurant wird vergrößert, auf dem Dach entsteht eine Spa-Terrasse mit Whirlpool und draußen soll es zusätzliche Liegeplätze geben. Solche Ausbauten bzw. Renovierungen werden als Stammgästemarketing genutzt und an verschiedenen Stellen im Haus kommuniziert. Stammgäste planen ihre Aufenthalte tatsächlich nach den Bauabschnitten. Sie sind neugierig und freuen sich darauf, Neues zu entdecken.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.cheneaudiere.de/

Jobs

Beauty Therapist (m/w)

18.05.2018

Clarins Groupe

München

 

Kosmetiker/in

Counter Assistant (m/w)

10.06.2018

Clarins Groupe

München

 

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