Tief im Süden der Insel Sylt, eingebettet zwischen Dünen, Himmel und Meer liegt das Budersand Golf & Spa, das sich in allen Details an diesen besonderen Ort anlehnt: Architektur und Design sind abgestimmt auf Farben, Licht und Gestalt der Umgebung, der Spa-Bereich schöpft Aromen und Inspirationen aus der Natur.

Gebaut wurde das Fünf-Sterne Superior-Hotel Budersand 2008 am südlichen Inselende in Hörnum. Lange Zeit wurde die Gegend militärisch genutzt. Ein Fliegerhorst entstand in den 1930er-Jahren, und auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Gebiet Militärgelände. 1992 wurden die Pidder-Lüng-Kasernen schließlich geschlossen. Die Flächen sollten renaturiert und neu genutzt werden.


Raum für neue Visionen geschaffen

Claudia Ebert erwarb das Gelände und ließ 2005 das gesamte Militärareal abreißen: „Je länger ich hinsah, umso mehr verschwanden die Kasernen. Stattdessen entstand vor meinen Augen die Zukunft dieses unglaublichen Flecks Erde“, beschreibt sie ihre erste Beziehung mit dem Hotel- und Golfprojekt. In ihrer Vorstellung sollte sich das Hotel perfekt in die Landschaft einfügen und gleichzeitig Kontraste setzen – mit Dünen und der Nordsee als Kulisse. 2008 wurde der Golfplatz eröffnet und gleich mit vielen Auszeichnungen bedacht. 2009 folgte die Eröffnung des Hotels. Fester Bestandteil des Budersand war von Beginn an Direktor Rolf E. Brönnimann. Der Schweizer Hotelspezialist hatte bereits die Bauplanung und Eröffnung des Projekts 2009 betreut. Vorübergehend widmete er sich wieder seiner Firma Swiss Hospitality Group, kehrte dann aber 2012 zum Budersand zurück.


Licht und Landschaft überall

Direkt am Meer erbaut, gliedert sich das Budersand in vier über Brücken verbundene Häuser mit insgesamt 77 Zimmern und Suiten. Vier große Lichthöfe schaffen eine Verbindung zum Foyer, zum Restaurant und zum Spa-Bereich. Die renaturierte Dünenlandschaft umgibt den Hotelkomplex nicht nur, sie setzt sich auch auf den Dachflächen fort. Inseltypische Pflanzen wie Grasnelke, Strandhafer oder Krähenbeere umgeben die als Holzdecks angelegten Terrassen und Balkone des Großteils aller Zimmer. Angelehnt an das Farbenspiel der Dünen sind auch die blendend weißen Fassaden mit silbern schimmernden Holzflächen aus kanadischem Zedernholz und dunkleren Furnieren abgesetzt. Glasflächen verwischen Grenzen zwischen Innen und Außen – sie holen Licht und Landschaft in alle Bereiche des Hotels. Auf der seezugewandten Seite ist das Meer stets zum Greifen nah. Der Blick über den seitlich gelegenen Hafen mit seinen Schiffen, Stegen und seiner entspannten Betriebsamkeit unterstreicht die Atmosphäre.


Grünes Denken“

Nachhaltigkeit wird im Budersand seit der Eröffnung gelebt und zieht sich durch sämtliche Bereiche des Hauses. So bezieht das Resort Wärme und Strom über das hoteleigene Blockheizkraftwerk, der Einsatz von Bewegungsmeldern und LED-Lampen hält den Energieverbrauch niedrig. Grünes Denken gehört zur Philosophie des Hauses und wird durch Kooperationspartner wie dem Fahrradhersteller Riese & Müller unterstrichen. Elektroautos gehören selbstverständlich zum Fuhrpark des Hotels. Ein weiteres Highlight ist der Budersand Green Room – ein Zimmer, in dem von der Bettwäsche über die Minibar bis hin zu den Utensilien im Bad ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet wird. Sämtliche Textilien, wie Bettwäsche und Frotteehandtücher, sind aus Biobaumwolle und somit vor allem für Allergiker sowie Menschen mit sensibler Haut eine Wohltat.

Heimische Produkte ausgewählter Erzeuger aus Norddeutschland und Skandinavien bilden das Herzstück der Küche des Restaurant KAI3. Felix Gabel kombiniert diese immer wieder zu neuen Überraschungen. Ein zweites Restaurant ist das Strönholt, gelegen oberhalb des Golfplatzes und erbaut auf den Grundrissen der einstigen Fernmeldestation. Hier bringt Küchenchef Quirin Brundobler authentische Sylter Küche auf den Tisch, mit besten Produkten aus der Region, viel fangfrischem Fisch und Krustentieren.

 


Frische Luft – bei jedem Wetter

Die Spa-Philosophie führt die Linie des gesamten Hotels konsequent fort. Und zwar nicht nur architektonisch, sondern auch im täglichen Erleben. So umfasst „Spa“ hier an der Nordsee auf jeden Fall auch tägliche Spaziergänge an der frischen Luft, den Wind und gegebenenfalls auch den Regen auf der Haut zu spüren. Die Gäste zieht es bei jedem Wetter nach draußen. „Stubenhocker“, die die Zeit zwischen Frühstück und Abendessen im Spa verbringen, kennt man da eigentlich nicht. Im Zentrum des 1.000 Quadratmeter großen Spa steht der Indoor-Pool, umgeben von Saunen, Dampfbad und Erlebnisduschen. Die meisten der acht Anwendungsräume und der große Ruheraum mit Terrasse bieten atemberaubende Aussichten aufs Meer.

Zehn Therapeuten – davon sieben Physiotherapeuten, zwei Kosmetikerinnen und eine Allrounderin – sowie eine Rezeptionistin kümmern sich um das Wohl der Gäste. Neben einer Spa Suite, in der auch die Paar-Anwendungen durchgeführt werden, gibt es einen Raum für Soft Pack, ein privates Dampfbad, einen Raum mit einer Paar-Wanne, zwei Räume für Kosmetikanwendungen und drei Räume für Massagen. Sehr erfreulich ist, dass überdurchschnittlich häufig Signature Treatments gebucht werden. Sie tragen Namen, wie „Mehr vom Meer“, „Inselwelt“ oder „Weiter Blick“. Bei „Sylter Feeling“ werden Meerwasser, Sand und Muscheln in verschiedenen Größen für Peeling und Massage genutzt. Eine Besonderheit ist das „Friedliche Schwebeerlebnis“, ein Soft Pack mit Nordseeschlick.


Die optimale Tagesgestaltung

Die Abteilung Guest Relation kontaktet etwa zwei Wochen vor dem anstehenden Besuch die Gäste und bietet an, Spa-Termine, externe Unternehmungen oder auch Plätze im Restaurant zu buchen oder zu reservieren. Eine große Herausforderung für das Spa Team ist dabei, die Termine möglichst gleichmäßig über den Tag zu verteilen, denn die Gäste möchten ja auch Unternehmungen außerhalb des Hauses durchführen. Daher hat es sich bewährt, dass die Spa Rezeption als „Privat Assistant“ Vorschläge für einen kompletten Tagesablauf unterbreitet. Um Raum für spontane Entscheidungen zu lassen, wird versucht, immer auch noch einige Termine für Kurzentschlossene freizuhalten. Da die meisten Gäste fast täglich das Schwimmbad oder die Sauna nutzen – und dabei an der Spa-Rezeption vorbeikommen – entsteht oft auch kurzfristiger Bedarf an Anwendungen.


Vielfältige Spa-Angebote

Außerhalb der Stoßzeiten, zum Beispiel über die Weihnachtstage, können auch externe Gäste das Spa im Budersand besuchen. Die externen Gäste machen bei den Anwendungen einen Anteil von 30 % aus. Der ganze Tag Day Spa kostet 69 Euro, werden auch Anwendungen gebucht, reduziert sich der Preis auf 55 Euro.

Spa Arrangements mit drei oder sieben Übernachtungen stehen stets unter einem übergeordneten Thema. Als Kurzarrangements werden „Sylt & Me“ als reines 3-Tages-Wellnessprogramm und „Abschlag mit Meerblick“ als Auszeit für Wellness und Golf geboten. 7-Tage-Arrangements gibt es als „Yoga Woche“, als Detox-Programm „Fühl Dich leicht“ oder als Woche mit Akupunktur und Yoga. Organisiert wird das Spa von Andrea Wendler. Die gelernte Kosmetikerin arbeitete nach der Ausbildung zuerst sieben Jahre in einem Kosmetikinstitut, bevor es sie in die Spas zog. Dann war sie zuerst im Bachmair am Tegernsee, absolvierte während dieser Zeit bei der IHK München in der Abendschule den Handelsfachwirt, und ging dann als Spa Managerin für fünf Jahre ins Tammheimer Tal, dann ins Schloss Lerbach und von dort nach Sylt.


Fokus auf Kultur

Neben Spa – und selbstverständlich Golf – ist Kultur einer der großen Treiber im Budersand. Mehr als 200 Kunstwerke schmücken das Haus. Darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Drucke von insgesamt 40 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Von der Lobby über das Restaurant und die Gänge bis zu jedem einzelnen Zimmer hängen die international angesehenen Werke. In der Bibliothek gibt es für jeden Geschmack das richtige Buch. Ausgesucht von Elke Heidenreich gibt es Romane, Erzählungen, Krimis, Sachbücher, Bildbände, Kinderbücher und natürlich Bücher über die Insel Sylt. Für diejenigen, die es nicht schaffen, ein Buch während des Aufenthalts zu lesen, werden die Bücher bestellt und nach Hause geliefert. Literatur lässt sich im Budersand auch live erleben. Literarisch ist auf Sylt das lange Literaturwochenende im November der absolute Höhepunkt. Ausgehend von einer Wochenendveranstaltung im Budersand gibt es jetzt während des Langen Literaturwochenendes in den Privathotels Sylt, also neben dem Budersand im Benen-Diken-Hof, Fährhaus Sylt, Hotel Runghold und im Landhaus Stricker täglich Lesungen. 2017 waren als Autoren unter anderem Richard David Precht, Giovanni di Lorenzo, Benjamin Lebert und Sebastian Fitzek geladen. Die Lesungen finden in kleiner Runde in den Hotels statt. Moderiert wird das Literaturwochenende von Dr. Sonja Valentin und Elke Heidenreich.


Sylt: geliebt – aber abgeschieden

Die Gäste des Budersand kommen – wie in ganz Sylt – überwiegend aus Deutschland. Es sind vor allem Unternehmer, Freiberufler und Selbstständige, meist sind sie 45 Jahre aufwärts. Die Auslastung des Hotels beträgt etwa 65 %. Die Reisemotivation ist vor allem die Suche nach einer kurzen Auszeit, nach Spaziergängen am Meer und in den Dünen. 80 % der Gäste buchen ihren Aufenthalt direkt im Hotel, 20% über www.booking.com. Laut Rolf E. Brönnimann sei es heute wichtig auf einer der großen Buchungsplattformen vertreten zu sein, den das erhöhe die Sichtbarkeit im Internet deutlich. Aufgrund der zahlreichen Querverweise sei aber auch wiederum eine Buchungsplattform ausreichend, denn gesterigert werden soll ja die Sichtbarkeit, nicht die Zahl der Buchungen über die Plattformen, die ja eine doch erhebliche Provision verlangen. Eine Herausforderung bleibt für alle Sylt-Besucher jedoch die Anreise, denn selbst Hamburg als nächster Ballungsraum ist bereits drei Stunden entfernt.

Die abgeschiedene Lage Sylts verstärkt auch das Problem, geeignetes Personal zu finden und zu halten. Einerseits ist Sylt wohl einer der schönsten Plätze, um zu arbeiten, doch ist es gerade für junge Familien auch gewöhnungsbedürftig und so zieht es viele Mitarbeiter nach einer Zeit, die sie dort genießen, auch wieder von der Insel weg. Um dem entgegenzuwirken, haben sich die Privathotels auch in der Mitarbeiterentwicklung zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Sie kooperieren in Trainings und Schulungen. Den Schwerpunkt bilden jetzt Schulungen in den jeweiligen Bereichen durch die Abteilungsleiter.


Quelle: Spa & Beauty Buyers & Suppliers Guide 2018

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